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Zu dem Ort Welliehausen (nördlich von Hameln, zwischen Pötzen und Unsen) wird zur Zeit von Herrn Ludwig Fricke aus Welliehausen eine Chronik erstellt, die vorausichtlich im Sommer 2000 in Druck geht.

Damit dürfte das karge Wissen über das Dorf Welliehausen ein Ende haben. Ausserdem wird damit die Darstellung des Briefes, den ich vom Stadtarchiv Hameln bekam, wohl bald hinfällig.

Hier der Ausriß aus dem Schreiben:

Sehr geehrter Herr Wellhausen,

eine Chronik oder Geschichte der Gemeinde Welliehausen (1) ist leider bisher nicht erschienen und auch sonstige Literatur ist nur spärlich vorhanden.

Die erste urkundliche Erwähnung von Welliehausen als Welingehusen stammt aus den Jahren 1237-1247 (vgl. Urkundenbuch des Stiftes und der Stadt Hameln, Teil 1, bearb. von Otto Meinardus, Hannover 1887, S.15 ff.)(2). Nach der Siedlungsforschung sind die Orte mit den Endungen -hausen und -husen (abgeschliffen zu -sen) (3) in zweitrangiger Siedlungslage angelegt worden und zwar in der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends (vgl. Helga Knoke, Wald und Siedlung im Süntel. Eine siedlungsgeschichtliche Untersuchung, Rinteln 1968, S.118).

Über den Ursprung des Namens Welliehausen gibt es unterschiedliche Deutungen: die eine geht von »Welle« im Sinne von wallender Flüssigkeit, Quelle aus (vgl. Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm, Band 28, Nachdruck München dtv 1955-1984 und Berichte über ein geographisches Hauptpraktikum der Universität Hannover in den Ortsteilen Klein Berkel und Welliehausen der Stadt Hameln, Hannover 1979, S.357), die andere von einem Zusammenhang mit einem Personennamen (vgl. Max Bär,Geschichte der Familie von Walthausen in Niedersachsen, Hildesheim und Leipzig 1929, S.12).

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Anmerkungen:
  1. Gemeint ist hier das nördlich von Hameln gelegene Wellihausen
    Es gibt noch ein weiteres Wellihausen südwestlich von Salzhemmendorf im Kirchspiel Harderode. Auch dieses wird kurz in dem Buch von Max Bär "Die Geschichte der Familie von Walthausen" erwähnt.
  2. Das erwähnte Wellingehusen lag am Katzberg zwischen Bad Münder und Altenhagen und ist im Dorf Neustadt aufgegangen. Es gehörte zum Bonifatiusstift Hameln (Quelle: Helga Knoke, "Wald und Siedlung im Süntel", S.118). Es ist damit nicht "unser" Welliehausen. "Unser" Welliehausen gehörte zum Kloster Möllenbeck "dat gantze dorp to Weldehusen". Im ältesten Lehnsregister des Grafen Otto von Schaumburg (1370-1404) verlehnt. 1380 "Schadelant ... den teghenden to Weldehusen ..." Der Zehnte lässt sich bis zu seiner Ablösung 1834 verfolgen. Dargestellt in der (kommenden) Chronik von Welliehausen.
  3. Es gibt in Niedersachsen mindestens 2 Orte mit dem Namen Wellersen.
    Das eine (PLZ 37586) Ortsteil von Dassel zwischen Markoldendorf und Edemissen im Solling gelegen. Diese ist kein verschliffenes Wellhausen, sondern hies ursprünglich Wolderikessen und ist seit 1310 nachweisbar.
    Das andere (PLZ 37127) liegt zwischen Dransfeld und Scheden. Ob und in wie weit dieses ein verschliffen Wellhausen ist, und wenn ja, wie es zu dem Namen kam, habe ich noch nicht ermitteln können.
    Nordöstlich von Büsum in Schleswig-Hostein gibt es ebenfalls einen Ort mit Namen Wellinghusen. Die Gründung dieses Ortes fällt in das 7. Jahrhundert und ist damit erheblich älter als alle anderen Orte dieses Namens. Woher dieser Name kommt, ist mir z.Zt. nicht bekannt.